Was ist ein Malort nach Arno Stern?
Der Malort ist ein pädagogisches Konzept, das der französische Pädagoge und Maler Arno Stern in Paris entwickelt hat. Im Mittelpunkt steht nicht das fertige Kunstwerk, sondern der natürliche Ausdrucksprozess des Menschen – Stern nennt ihn die "Formulation". Der Malort bietet einen geschützten, reizarmen Raum, in dem Kinder und Erwachsene ohne Bewertung, Anleitung oder Konkurrenz malen können.
Bei SIRKKA wird das Malort-Konzept von Uwe Schorp, ausgebildetem Kunsttherapeuten und Malort-Pädagogen, geleitet und in den pädagogischen Alltag integriert.
Wie funktioniert das Malspiel im SIRKKA-Malort?
Im SIRKKA-Malort arbeiten die Kinder mit Pinsel und flüssiger Gouachefarbe auf senkrecht hängendem Papier. Die Farben stehen zentral am Palettentisch bereit – die Kinder bedienen sich selbstständig. Es gibt keine Vorlage, kein Thema und keine Vorgabe. Jedes Kind malt für sich, in seinem eigenen Tempo, ohne Kommentar von außen.
Häufig gestellte Fragen zum Malort
Was unterscheidet den Malort von einem normalen Mal-Angebot in der Kita?
Im klassischen Kita-Malen gibt es oft Vorlagen, Themen oder eine Bewertung ("Was soll das sein?"). Im Malort gibt es keine Erwartungen und keine Interpretationen. Das Kind malt ausschließlich für sich selbst – der Prozess zählt, nicht das Ergebnis.
Ab welchem Alter können Kinder den Malort nutzen?
Der Malort bei SIRKKA steht Krippen- und Elementarkindern offen – also Kindern ab ca. einem Jahr. Das Konzept ist entwicklungsunabhängig: Es gibt keine falsche Art zu malen.
Welche pädagogische Wirkung hat der Malort?
Studien und langjährige Erfahrungen mit dem Stern-Konzept zeigen, dass der regelmäßige Besuch des Malorts Konzentration, Selbstwahrnehmung und emotionale Selbstregulation stärkt. Kinder lernen, in ihrer eigenen Ausdruckssprache sicher zu werden.
Ist der Malort bei SIRKKA auch für Eltern zugänglich?
Ja – im Rahmen des Eltern-Kind-Cafés (montags und mittwochs von 14:30 bis 16:00 Uhr am Standort Eilbek) können auch Eltern das Malort-Angebot kennenlernen.