Unser pädagogisches Konzept 

Ab dem Moment seiner Geburt strebt jedes Kind nach Eigenständigkeit, Selbstwahrnehmung und Kommunikation mit seiner Umwelt. Kinder sind eigenständige, selbsttätige Menschen, die neugierig die Welt entdecken.

Jedes Kind ist dabei einzigartig und anders als alle anderen: es braucht seine eigenen Bedingungen, um Potentiale entfalten zu können.

Wir verstehen Bildung als ein Sich-Bilden durch Beteiligung:

Für ihre frühen Bildungsprozesse brauchen Kinder eine vielfältige und differenzierte Umwelt, sowie Erwachsene die ihnen Raum und Beziehung ermöglichen, den sie für ihre selbsttätige Erforschung der Welt benötigen. 

Wo soziale Beziehungen, sachliche Möglichkeiten und neugieriges Handeln des Kindes eine Verbindung eingehen, können Bildungsprozesse entstehen.

Inklusion als Handlungsgrundsatz

Jeder Mensch wird unabhängig von seinen individuellen körperlichen, geistigen, kulturellen und sozialen Voraussetzungen als Teil der Gemeinschaft anerkannt.

Inklusion beschreibt ein Menschenrecht mit dem Ziel, allen die selbstbestimmte Teilhabe am politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben zu ermöglichen.

Unser Ziel ist es für alle Kinder eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich wohlfühlen, entwickeln und ein Miteinander erleben können, unabhängig davon ob sie eine Behinderung haben oder nicht.

Die pädagogischen Fachkräfte in unserer Kita tragen dazu bei, Barrieren für Spiel, Lernen und Partizipation auf ein Minimum zu reduzieren und jedes Kind mit seiner Familie willkommen zu heißen.

Unsere offene Pädagogik der Achtsamkeit

Der Ursprung des Konzepts „Offene Pädagogik der Achtsamkeit“ liegt in der Arbeit von Gerhard Regel. Die Bereitschaft sich mehr an den Bedürfnissen der Kinder zu orientieren und die achtsame, respektvolle Haltung in seiner gleichwürdigen Beziehung sind Regels zentrale Bezugspunkte.

Weitere bedeutsame Grundsätze für den Orientierungsrahmen unseres pädagogischen Alltags sind:

  • Partizipation
  • Menschliche Vielfalt und Inklusion
  • Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen
  • Fließende und gestaltete Übergänge
  • Zeitstrukturen für Sicherheit gebende Tages- und Wochenabläufe
  • Strukturen für die Teilhabe am Geschehen und Mitgestaltung des Kita- Alltags
  • Unterstützung und Förderung von Kindern mit Entwicklungsbenachteiligungen oder abweichenden Verhaltensweisen
  • Unsere pädagogischen Fachkräfte als Bezugserzieher/ Bezugserzieherin
  • Wahrnehmende Beobachtung

Was bedeutet „Offenes Konzept" in der Kita?

Ein offenes Konzept in der Kindertagesstätte bedeutet, dass Kinder nicht in festen Gruppen einem einzigen Raum zugeordnet sind, sondern sich frei zwischen verschiedenen Funktionsräumen bewegen können. Jeder Raum ist einem bestimmten Schwerpunkt gewidmet – Bewegung, Rollenspiel, Bauen, Malen oder Ruhebedarf. Die Kinder wählen selbstständig, wo und wie sie ihre Zeit verbringen.

SIRKKA arbeitet nach der „Offenen Pädagogik der Achtsamkeit" nach Gerhard Regel und kombiniert diesen Ansatz mit einem Nestsystem für die jüngsten Kinder.

Welche Funktionsräume gibt es bei SIRKKA?

Beide Standorte – Hamburg-Hamm und Hamburg-Eilbek – verfügen über das vollständige Raumkonzept mit folgenden Funktionsbereichen:

  • Malort – nach dem Konzept von Arno Stern
  • Bewegungsraum – für Grobmotorik und körperliche Aktivität
  • Bauraum – für konstruktives und experimentelles Spiel
  • Rollenspielraum – für soziales und kreatives Spiel
  • Piazza – zentraler Begegnungsort und Essensbereich
  • Nest – geschützter Rückzugsbereich für Krippenkinder
  • Außenbereich – Garten mit Spielmöglichkeiten

Was ist das Nestsystem bei SIRKKA?

Das Nest ist ein speziell gestalteter, reizarmer Bereich für die jüngsten Kinder (Krippenalter ab ca. 1 Jahr). Es bietet Schutz, Überschaubarkeit und Kontinuität – wichtige Grundbedürfnisse für Kleinkinder im offenen Konzept. Das Nest ermöglicht eine sanfte Eingewöhnung und Sicherheit, während die Kinder schrittweise die offene Umgebung entdecken.

Häufig gestellte Fragen zum pädagogischen Konzept

Was ist der Unterschied zwischen offenem Konzept und Gruppenkonzept?

Im Gruppenkonzept verbringen Kinder den Tag hauptsächlich mit einer festen Gruppe in einem Raum. Im offenen Konzept bei SIRKKA wählen Kinder ihren Aufenthaltsort selbstständig aus einem Angebot verschiedener Funktionsräume. Das fördert Selbstständigkeit, soziale Kompetenz und intrinsische Motivation.

Wie funktioniert Inklusion bei SIRKKA konkret?

Von den 66 Plätzen bei SIRKKA sind mindestens 6 für Kinder mit Eingliederungshilfe reserviert. Für diese Kinder arbeitet SIRKKA mit Heilerzieher:innen sowie Therapeut:innen (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie) auf Honorarbasis zusammen. Barrierefreiheit gilt als Handlungsgrundsatz.

Was ist die „Offene Pädagogik der Achtsamkeit" nach Gerhard Regel?

Gerhard Regel hat ein pädagogisches Konzept entwickelt, das die Bedürfnisorientierung und eine gleichwürdige Beziehung zwischen Erziehenden und Kindern in den Mittelpunkt stellt. Kernprinzipien sind Partizipation, achtsame Beobachtung, strukturierte Tagesabläufe und der Respekt vor der Eigenständigkeit jedes Kindes.

Wie läuft die Eingewöhnung bei SIRKKA ab?

SIRKKA orientiert sich am Berliner Eingewöhnungsmodell. Die Eingewöhnungszeit beträgt in der Regel 2–4 Wochen und wird individuell an das Kind angepasst. Eine Bezugserzieherin oder ein Bezugserzieher begleitet das Kind durch den gesamten Prozess.